Holzschutzsysteme
Gut Holz!
Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der im Außenbereich unterschiedlichsten Beanspruchungen ausgesetzt ist. Sonne, UV-Strahlung, Regen, Tau und wechselnde Temperaturen wirken kontinuierlich auf die Oberfläche ein.
Ungeschütztes Holz kann dadurch seine Farbe und Oberflächenstruktur verändern. Pigmentierte Beschichtungen können die Holzoberfläche vor UV-Strahlung und Witterungseinflüssen schützen. Farblose oder nur schwach pigmentierte Beschichtungen bieten je nach System und Beanspruchung häufig einen geringeren UV-Schutz.
Welche Beschichtung geeignet ist, hängt deshalb immer vom Holzbauteil, seinem Zustand, der Konstruktion, der Lage am Gebäude und der jeweiligen Wetterbeanspruchung ab.
Auch bereits vergraute oder beanspruchte Holzoberflächen können häufig wieder aufgearbeitet werden. Wir prüfen den vorhandenen Zustand und stimmen die weitere Behandlung darauf ab.
Leinöllacke und Leinöllasuren
Für geeignete Holzbauteile arbeiten wir unter anderem mit Leinöllacken und Leinöllasuren.
Leinöl wird aus Leinsamen gewonnen. Als Bestandteil entsprechend formulierter Beschichtungssysteme kann es in die Holzoberfläche eindringen und bildet durch die Reaktion mit Sauerstoff einen Beschichtungsfilm. Pigmente sorgen dabei nicht nur für die gewünschte Farbwirkung, sondern können bei entsprechendem System auch zum Schutz der Holzoberfläche vor UV-Strahlung beitragen.
Ob ein Leinölsystem für ein bestimmtes Holzbauteil geeignet ist, entscheiden wir nicht pauschal. Untergrund, vorhandene Altbeschichtung, konstruktiver Holzschutz, Wetterbeanspruchung und die später notwendige Pflege müssen zusammen betrachtet werden.
Langlebigkeit beginnt mit dem richtigen System
Aus unserer langjährigen Arbeit mit Holzoberflächen wissen wir, dass nicht allein die Wahl zwischen Leinöl-, Acryl- oder anderen Beschichtungssystemen über die Lebensdauer eines Holzbauteils entscheidet.
Ebenso wichtig sind der konstruktive Holzschutz, die fachgerechte Vorbereitung des Untergrunds, der richtige Beschichtungsaufbau sowie regelmäßige Kontrolle und Wartung.
Bei älteren Holzfenstern und historischen Bauteilen können traditionelle Leinölbeschichtungen eine interessante Möglichkeit sein. Bei anderen Bauteilen können moderne Beschichtungssysteme die passendere Lösung darstellen.
Wir betrachten deshalb immer das konkrete Bauteil – und wählen darauf abgestimmt das geeignete Beschichtungssystem.
Normgerecht und auf das Bauteil abgestimmt
Bei der Beurteilung und Beschichtung von Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich orientieren wir uns an den einschlägigen technischen Regelwerken und Herstellerangaben.
Dazu gehört unter anderem das BFS-Merkblatt Nr. 18 „Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich“. Es berücksichtigt unterschiedliche Holzbauteile, Beschichtungssysteme und Beanspruchungsbedingungen.
Entscheidend für die Auswahl des Beschichtungsaufbaus sind unter anderem:
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Art und Zustand des Holzbauteils
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vorhandene Beschichtungen
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konstruktiver Holzschutz
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Lage und Himmelsrichtung
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UV- und Wetterbeanspruchung
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Feuchtebelastung
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gewünschtes Erscheinungsbild
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notwendige Pflege- und Wartungsintervalle
Auf dieser Grundlage können wir das vorhandene Bauteil beurteilen und ein geeignetes Beschichtungssystem empfehlen.
Sonne und UV-Strahlung
UV-Strahlung und Witterung beanspruchen Holzoberflächen im Außenbereich. Ungeschütztes Holz kann dadurch seine Farbe verändern und mit der Zeit vergrauen.
Pigmentierte Beschichtungen können den Einfluss der UV-Strahlung auf die Holzoberfläche reduzieren. Welcher Schutz erreicht wird, hängt vom verwendeten Beschichtungssystem, seiner Pigmentierung, der Ausführung und der tatsächlichen Wetterbeanspruchung ab.
Feuchtigkeit
Holz im Außenbereich ist regelmäßig Feuchtigkeit durch Regen, Tau und Kondenswasser ausgesetzt. Gleichzeitig muss eingedrungene Feuchtigkeit wieder aus dem Bauteil austrocknen können.
Deshalb müssen Beschichtung, Konstruktion und vorhandener Holzuntergrund aufeinander abgestimmt sein.
Besonders wichtig sind dabei konstruktive Details: Bereiche, in denen Wasser stehen bleibt oder dauerhaft in das Holz eindringen kann, benötigen besondere Aufmerksamkeit.
Holzschutz braucht Pflege
Auch eine fachgerecht ausgeführte Holzbeschichtung ist nicht dauerhaft wartungsfrei.
Wartungsintervalle hängen unter anderem von Bauteil, Konstruktion, Beschichtungssystem und Wetterbeanspruchung ab. Eine regelmäßige Kontrolle hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Beschichtungen rechtzeitig zu überarbeiten.
Gerne prüfen wir Ihre Holzoberflächen und beraten Sie zu einem geeigneten Beschichtungs- und Wartungssystem.
Normgerecht und konventionell BFS-Merkblatt Nr. 18
Das Merkblatt Nr. 18 (Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich) informiert umfassend über den Werkstoff Holz, Untergrundprüfungen und Beschichtungsaufbauten – sowohl für maßhaltige als auch begrenzt maßhaltige und nicht maßhaltige Holzbauteile. Es werden die technischen Regeln für die Beschichtung aller Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen im Hochbau berücksichtigt und erläutert.
Darüber hinaus gibt dieses Merkblatt Hinweise zu den Beanspruchungsbedingungen von Beschichtungen. Das Merkblatt Nr. 18 bezieht sich hierzu auf die DIN EN 927-1 (Beschichtungsstoffe und Beschichtungssysteme für Holz im Außenbereich).
Jede Himmelsrichtung bietet verschiedene Expositionen und somit Beanspruchungen für die Holzoberfläche.


Die Beanspruchungsbedingungen sind nicht nur abhängig von den klimatischen Bedingungen am Objekt (Lage), sondern auch vom konstruktiven Schutz durch bauliche Maßnahmen wie z. B. Überdachungen oder Laibungen:
Quelle: BFS Merkblatt 18
Anhand der Klassifizierung der vorgesehenen Anwendung, des Aussehens der Oberfläche und der zu erwartenden Beanspruchung können Leistungsbeschreibungen erfolgen, Wartungsintervalle abgeschätzt und Empfehlungen für Beschichtungssysteme gegeben werden. Auf Grundlage objektspezifischer Daten kann der Ist-Zustand festgelegt werden, welcher auch über die Haltbarkeit entscheidet.
Die Gewährleistung gilt nur, soweit die erforderlichen Pflege- und Wartungsintervalle entsprechend der Tabelle 1 „Klassifizierung der Beschichtungssysteme in Hinsicht auf zu erwartende Wartungsintervalle“ des VFF Merkblattes HO.01 „Klassifizierung von Beschichtungen für Holzfenster und -haustüren, Herausgeber Verband der Fenster und Fassadenhersteller e.V. und Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e.V. Frankfurt eingehalten werden.
Bei dem Einsatz einer Flügelabdeckung verlängert sich das Wartungsintervall um jeweils 1 Jahr.
Sollte die Wartung zum angegebenen Intervall nicht notwendig sein, muss die Oberfläche jährlich bis zur Wartung überprüft werden.
Zur Sicherstellung der Wartungs- bzw. Renovierungsintervalle, ist es empfehlenswert einen Wartungsintervall mit uns zu vereinbaren.



















